21 Artikel für deine Suche.

Noch kein Job nach der Ausbildung - was nun?

Veröffentlicht am 04.08.2022 von Marcel Penn, Marketing- und Verkaufsleiter Classifieds - Bildquelle: Getty Images
kein-job-nach-ausbildung
Können oder wollen Sie nach der Lehre nicht in Ihrem Lehrbetrieb weiter arbeiten, dann brauchen Sie Alternativen. Oftmals lässt es der Prüfungsstress nicht zu, sich rechtzeitig nach einer neuen Stelle umzuschauen und sich um eine Anschlusslösung zu kümmern. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie die Zeit nutzen können, bis Sie eine Festanstellung gefunden haben. Was Sie tun können - wir haben verschiedene Optionen für Sie zusammengestellt.
1. Intensiv nach einer Festanstellung suchen: Beginnen Sie so früh wie möglich, sich offline und
online um einen Job zu bewerben. Die Jobsuche gelingt mithilfe von Jobbörsen, Karriereportalen,
Fachmessen, Fachzeitschriften und Webseiten von Unternehmen, um nur einige Recherchemöglichkeiten zu nennen. Auch eine professionelle Laufbahnberatung kann wertvolle Hilfe leisten, wenn Sie noch nicht ganz genau wissen, wohin Ihre berufliche Reise gehen soll.

2. Ein Praktikum oder mehrere Praktika machen: Eine weitere Zwischenlösung sind Praktika, mit denen
Sie nicht nur die Zeit bis zu einer Festanstellung überbrücken, sondern sich auch beruflich und persönlich weiter entwickeln können. Dabei kann es sich auch um ein Praktikum im Lehrbetrieb
handeln, um Ihre Fachkenntnisse zu vertiefen oder um in einem anderen Bereich zu arbeiten. Bitte
beachten Sie, dass ein Berufspraktikum eine arbeitsmarktrechtliche Massnahme der Arbeitslosenversicherung (ALV) ist. Die Dauer beträgt ein halbes Jahr, wobei die Arbeitslosenversicherung 75 Prozent des Arbeitsentgeltes übernimmt.

3. Aus- und Weiterbildungen: Auch eine Weiterbildung oder Zweitausbildung ist eine Option, um die
Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Damit können Sie bereits erworbene Kenntnisse
vertiefen oder Ihre Fähigkeiten ausbauen, zum Beispiel durch den Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen oder von IT-Kenntnissen. Auch eine Qualifizierung auf einer höheren Bildungsstufe oder in einem neuen Berufsbereich sind gute Chancen, um Ihre Jobaussichten zu erhöhen.

4. Nach Abschluss der Lehre eine Berufsmatura anschliessen: Mit der Berufsmatura erweitern Sie nicht
nur Ihre Allgemeinbildung. Danach steht Ihnen der Weg für ein Studium an einer Fachhochschule
offen. Mögliche Zulassungsvoraussetzungen können eine Eignungsprüfung oder ein Praktikum sein,
wobei die Aufnahmebedingungen je nach Fachhochschule variieren können. Absolvieren Sie eine
sogenannte Passerelle, können Sie anschliessend sogar ein Studium an einer Universität aufnehmen.

5. Militär- oder Zivildienst: Sie können die Zeit nach dem Lehrabschluss auch für den Militäroder
Zivildienst nutzen. Den Militärdienst können Sie auch als Durchdiener absolvieren oder die Kaderlaufbahn mit anschliessender Anstellung als Zeitmilitär einschlagen. Im Unterschied zum
Militärdienst dauert der Zivildienst 1,5 mal länger.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es deshalb sinnvoll ist, sich für eine Zwischenlösung zu entscheiden, weil Sie nicht nur Berufserfahrung sammeln, sondern auch neue Kontakte knüpfen und so Ihr ganz persönliches Netzwerk erweitern.