Nicht jede interessante Stelle wird öffentlich ausgeschrieben. Deshalb kann eine Initiativbewerbung eine gute Möglichkeit sein, mit einem Unternehmen in Kontakt zu treten und sich für zukünftige oder aktuell noch nicht publizierte Positionen ins Gespräch zu bringen.
Gerade Unternehmen, die auf ihrer Karriereseite ausdrücklich Initiativbewerbungen begrüssen, sind offen für passende Talente und interessante Profile.
Die Unterlagen einer Initiativbewerbung unterscheiden sich grundsätzlich kaum von einer klassischen Bewerbung. Lebenslauf, Arbeitszeugnisse, Ausbildungsnachweise und relevante Weiterbildungen gehören weiterhin dazu.
Besonders wichtig ist jedoch das Motivationsschreiben. Da keine konkrete Stellenausschreibung als Bezugspunkt vorhanden ist, muss klar werden, weshalb Sie sich für das Unternehmen interessieren und welchen Mehrwert Sie bieten können.
1. Mit einem klaren Einstieg Interesse wecken
Bereits der Betreff sollte erkennen lassen, dass es sich um eine Initiativbewerbung handelt und in welchem Bereich Sie tätig werden möchten. Der Einstieg sollte direkt zeigen, weshalb Sie sich ausgerechnet für dieses Unternehmen interessieren.
2. Die Motivation nachvollziehbar erklären
Unternehmen möchten verstehen, warum Sie sich bewerben. Zeigen Sie, was Sie an der Organisation, den Produkten, den Dienstleistungen oder der Unternehmenskultur anspricht.
3. Fachliche Qualifikationen hervorheben
Beschreiben Sie die Erfahrungen, Ausbildungen und Kenntnisse, die Sie für die gewünschte Tätigkeit mitbringen. Konzentrieren Sie sich dabei auf die Fähigkeiten, die für das Unternehmen besonders relevant sein könnten.
4. Den persönlichen Mehrwert aufzeigen
Neben fachlichen Kompetenzen zählen auch persönliche Stärken. Teamfähigkeit, Eigeninitiative, Kommunikationsstärke oder analytisches Denken sind dann überzeugend, wenn sie mit konkreten Beispielen untermauert werden.
5. Verfügbarkeit transparent kommunizieren
Nennen Sie Ihren möglichen Eintrittstermin oder bestehende Kündigungsfristen. Das erleichtert die Planung auf Unternehmensseite.
6. Selbstbewusst abschliessen
Beenden Sie das Schreiben mit einer positiven und professionellen Formulierung. Ziel ist es, Interesse an einem persönlichen Gespräch zu wecken, ohne dabei aufdringlich zu wirken.
Eine erfolgreiche Initiativbewerbung lebt von Eigeninitiative. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Persönlichkeit sichtbar zu machen und Ihre Motivation glaubwürdig zu vermitteln. Standardformulierungen wirken austauschbar. Deutlich überzeugender sind konkrete Aussagen, die zeigen, weshalb genau Sie und das Unternehmen gut zusammenpassen könnten.
Eine Initiativbewerbung erfordert etwas mehr Vorbereitung als eine klassische Bewerbung, bietet dafür aber oft Zugang zu Chancen, die nie öffentlich ausgeschrieben werden. Wer seine Motivation klar formuliert, relevante Kompetenzen hervorhebt und einen erkennbaren Mehrwert aufzeigt, kann sich erfolgreich von anderen Bewerbenden abheben.