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Wie geeignete Fachkräfte für das Unternehmen finden?

Veröffentlicht am 15.06.2023 von Marcel Penn, Marketing- und Verkaufsleiter Classifieds - Bildquelle: Getty Images
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Trotz Fachkräftemangel sind zahlreiche Fachkräfte über längere Zeiträume auf Stellensuche. Dass
Unternehmen und Bewerber nicht zusammentreffen, ist häufig im Rekrutierung begründet. Hier finden Sie Tipps, wie Sie die Chancen bei der Suche von geeigneten Fachkräften deutlich erhöhen.
1. Tipp: Wiedereinsteiger mit Weiterbildungen fit machen

In den letzten Jahren hat sich einiges in zahlreichen Branchen und Fachbereichen geändert. Der
kontinuierliche Digitalisierungsausbau ist nur ein Beispiel. Damit neue Mitarbeiter zügig ihren neuen Job verrichten können, konzentrieren sich HR (HR/Personalabteilungen) häufig nur auf Jobwechsler und Kurzzeitarbeitslose mit entsprechend aktuelle Fachkenntnis. Bewerber bleiben meist unbeachtet, die jahrelang ihren Beruf nicht mehr ausgeübt haben und deshalb den neuen Jobanforderungen nicht gerecht werden können. Dadurch verringert sich für Sie die Anzahl potenzieller Fachkräfte.

Unternehmen vergessen dabei allerdings, dass wiedereinsteigende Fachkräfte dennoch zügig mit
Schulungen, Fort- und Weiterbildungen fit für eine hochqualifizierten Stelle zu machen sind. Wiedereinsteiger sollten Sie für bessere Chancen bei der Fachkräftesuche deshalb nicht
unberücksichtigt lassen.

2. Tipp: Flexibilität in der Fachausbildung

Sie suchen eine Hotelfachangestellte für die Rezeption oder einen Bäckereifachverkäufer mit
abgeschlossener Fachausbildung und kommunizieren dies in Ihren Stellenausschreibungen? Dann
fühlen sich davon in der Regel auch nur die Stellensuchende angesprochen, die über entsprechende Ausbildung verfügen.

Damit verschliessen Sie sich Türen zu anderen Potenzialen, denn in Bezug auf die genannten Beispiele, können Sie für die Hotelrezeption auch Medizinische Fachangestellte mit Empfangserfahrungen und für die Bäckerei jeden Einzelhandelskaufmann für die erforderlichen Fachkenntnisse schulen. Quereinsteiger ist der Begriff, über den Sie unbedingt nachdenken sollten, ob dies für Ihre Jobbesetzung möglich ist.

3. Tipp: Basisanforderungen anstatt Maximal-Anforderungen

HR und Recruiter neigen für die Suche hochqualifizierter Fachkräfte oftmals dazu, eine lange Liste
von Anforderungen und erforderlichen Fähigkeiten in Stellenangebote einzubauen. Das soll bewirken, dass sich im Idealfall nur entsprechende Kandidaten bewerben und Zeit für das Aussortieren gespart wird. Allerdings wird das Lesen von langen Texte und Aufzählungen nachweislich schneller abgebrochen oder sie werden nur überflogen.

Das minimiert das Bewerberinteresse. Zudem können Bewerber mit manch fehlender Fähigkeit dennoch eine qualifizierte Wahl darstellen, wenn diese im Unternehmen oder durch eine Schulung vermittelt werden kann. Deshalb sollte Sie das Stellenprofil auf die Basisanforderungen reduzieren.

4. Tipp: Zügige Bewerberabwicklung

Weil Fachkräfte gesucht werden, sind auch entsprechend viele Stellenangebote vorhanden. Es ist
üblich, dass sich Fachkräfte auf unterschiedliche Stellenausschreibungen bewerben. Ganz nach dem Motto "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst", sollten Sie sich mit der Durchsicht von Bewerbungen und der Kontaktaufnahme nicht zu lange Zeit lassen. Zudem werten Bewerber kurze Rückantwortzeiten in der heutigen Zeit als Wertschätzung und Respekt gegenüber Arbeitnehmern. Ein Aspekt, mit dem ein Unternehmen immer punkten kann.

5. Tipp: Vertrauen aufbauen

Stellenausschreibungen geben in der Regel nur einen kleinen Teil eines Unternehmens und deren
Umgang mit den Mitarbeitern bekannt. Viele Fragen von potenziellen Bewerbern bleiben dann unbeantwortet, was die Motivation für eine Bewerbung mindert. Geben Sie interessierten Bewerbern die Möglichkeit, ihre Fragen noch vor Zusendung der Bewerbung stellen zu können. Das fördert zudem auch das Vertrauen zum Unternehmen. Die Fragen sollten per E-Mail oder telefonisch gestellt werden können, damit der persönliche Kontakt herzustellen ist.

6. Tipp: Berufliche Veränderungen und Entwicklungen einbeziehen

Spezialisten eines Berufszweiges sind meist offen oder sogar auf der Suche nach beruflicher
Weiterentwicklung. HR und Recruiter sollten sich im Unternehmen vorab informieren, welche
Möglichkeiten dazu bestehen und diese im Stellenangebot zum Ausdruck bringen. Hier ist es wichtig, dass entsprechende verwandte Funktionen, Erfahrungswerte sowie Fertigkeiten als Keywords integriert werden, damit Ihre Stellenanzeige von den geeigneten Kandidaten gefunden und das Bewerberinteresse von Fachkräften gesteigert wird.

7. Tipp: Richtige Filtersetzung bei Recruitingsoftware

Auf der Suche nach geeigneten Fachkräften ist es vorteilhaft, die Suchfilter grosszügig zu setzen.
Die Recruitingsoftware liest Texte aus Bewerbungsanschreiben überwiegend nicht, sodass
gegebenenfalls wichtige Informationen verloren gehen. Zusätzlich werden zahlreich unterschiedliche Fachbegriffe benutzt, die dann unberücksichtigt bleiben oder falsch gedeutet werden, wenn sie nicht den üblichen Ihres Unternehmens entsprechen. Deshalb sollten Sie neben der richtigen Filtersetzung auch stets die Text-Dokumente wie Anschreiben und Zeugnisse von Bewerbern lesen, anstatt sich rein auf die Recruitingsoftware zu verlassen.

8. Tipp: Mitarbeiterauswahl berücksichtigen

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Ziel direkt im Unternehmen zu finden ist? Manchmal bedarf es keiner neuen Fachkraft für einen Job, wenn unter den eigenen Mitarbeitern Potenzial für einen Fachbereich vorhanden ist. Mit einem entsprechendem Training können interne Mitarbeiter neue Abteilungen kennenlernen und Sie fördern die Mitarbeiterzufriedenheit.