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Bewerbungen und die künstliche Intelligenz - Roboter bringen Sie in die engere Wahl

Veröffentlicht am 13.10.2022 von Marcel Penn, Marketing- und Verkaufsleiter Classifieds - Bildquelle: Getty Images
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Im Zuge der Digitalisierung kommen Sie auch bei den klassischen Bewerbungsverfahren nicht mehr an der künstlichen Intelligenz vorbei. Roboter treffen in immer mehr Unternehmen eine Vorauswahl, welche Unterlagen der Personalchef vorgelegt bekommt. Ihre Chancen steigen, wenn Sie das bei der Erstellung der Unterlagen berücksichtigen.
Die Digitalisierung hat das Bewerbungsverfahren erreicht

Klassische Stellenanzeigen werden heute nicht mehr in der Zeitung, sondern im Internet veröffentlicht. Dies ist aber nicht die einzige Änderung. Immer mehr Unternehmen setzen bei der Vorauswahl der eingegangenen Bewerbungen nicht mehr auf die Personalabteilung, sondern auf künstliche Intelligenz. Dies hat nicht nur für die Bewerber, sondern auch für Unternehmen Folgen.

Künstliche Intelligenz arbeitet mit eingespeisten Begriffen

Laut einem Bericht der Luzerner Zeitung stecken Softwareunternehmen Millionenfinanzierungen in die Entwicklung der künstlichen Intelligenz, die Unternehmen die Vorauswahl in den Bewerbungsverfahren erleichtern soll. Es geht nicht darum, dass Roboter künftig die Mitarbeiter einstellen. Das persönliche Einstellungsgespräch mit dem Chef wird es nach wie vor geben. Die Vorauswahl übernimmt jedoch nicht mehr ein Mitarbeiter der Personalabteilung, sondern der Roboter.

Und dieser arbeitet mit Millionen von Begriffen, die aus Bewerbungsunterlagen und Lebensläufen eingelesen wurden. Selbstverständlich kamen anonymisierte Verfahren zum Einsatz, die keinen Rückschluss auf die ehemaligen Bewerber zulassen. Dennoch steht diese Art der digitalen Vorauswahl in der Kritik. Können Computer anhand von Begriffen wirklich erkennen, welcher Bewerber für den Job am besten geeignet ist?

Bewerbungsunterlagen und Vorauswahl - ein klassisches Problem

Nicht erst seit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz gibt es die Kritik, dass ein Bewerbungsschreiben nur wenig über die wirkliche Qualität eines Interessenten für den Job aussagt. Es gibt Menschen, die in ihren Kenntnissen und Fähigkeiten brillant sind, die sich aber nicht so elegant ausdrücken können oder im Bewerbungsgespräch einen eher schüchternen Charakter haben.

Die künstliche Intelligenz verschärft das Problem folgendermassen, dass nun auch hervorragend geschriebene Bewerbungen und lückenlose Lebensläufe aussortiert werden könnten, weil bestimmte Begriffe fehlen oder nicht in ausreichender Anzahl eingefügt wurden. Somit kann der Einsatz künstlicher Intelligenz für beide Seiten von Nachteil sein. Dies ist der Fall, wenn der fähigste Bewerber den Job nicht bekommt. Nicht nur er selbst, sondern auch das Unternehmen hätte davon profitiert.

Bewerbungen an die Anforderungen der künstlichen Intelligenz anpassen

Sie haben auf www.jobbasel.ch eine Jobbeschreibung gesehen, auf die Sie sich bewerben möchten? Dann ist es empfehlenswert, wenn Sie bei der Erstellung Ihrer Bewerbung die Möglichkeit berücksichtigen, dass das Unternehmen die eingehenden Bewerbungsunterlagen mithilfe von künstlicher Intelligenz sichten lässt. Werden Bewerbungsunterlagen ausschliesslich digital eingefordert, ist die Wahrscheinlichkeit höher, als wenn Sie die Option haben, die Bewerbung auch per Post einzureichen.

Achten Sie bei der Erstellung der Formulierungen darauf, die Umschreibungen des Jobs in Anschreiben und Lebenslauf einfliessen zu lassen. Zusätzlich können Sie Ihre Chancen eventuell vergrössern, wenn Sie zusätzliche Begriffe in weiss gefärbter Schrift angefügt werden. Die Maschinen berücksichtigen die Begriffe, beim Vorstellungsgespräch fallen sie nicht ins Gewicht. So ist es möglich, auch bei einer Bewerbung im digitalen Zeitalter auf sich und seine Qualitäten aufmerksam zu machen.