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Was tun, wenn mein Job mir keine Perspektive bietet?

Veröffentlicht am 19.01.2023 von Marcel Penn, Marketing- und Verkaufsleiter Classifieds - Bildquelle: Getty Images
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Vermutlich steht jeder im Laufe seines Arbeitslebens einmal an dem Punkt, an dem es nicht
voranzugehen scheint. Die Kollegen nerven und der Vorgesetzte brems Sie aus? Möglicherweise ist
dies der Zeitpunkt, Ihre Karriere selbst in die Hand zu nehmen!
Das eigene Spektrum erweitern

Obwohl sich der Arbeitsmarkt insbesondere für Fachkräfte und qualifiziertes Personal in den
vergangenen Jahren deutlich zu Ihren Gunsten entwickelt hat, sollte eine Kündigung wohlüberlegt
sein. Zuerst sollten Sie ein klärendes Gespräch mit Ihren Vorgesetzten und der Personalabteilung
führen. Oft interpretieren Abteilungsleiter den Unmut Ihrer Mitarbeiter als fehlende Motivation
statt als Frust über fehlende Perspektiven. Machen Sie deutlich, dass Sie mehr von sich selbst
erwarten und sich in Ihrem Job weiterentwickeln möchten. Um Ihr Spektrum am Arbeitsplatz zu
erweitern, haben Sie zwei Möglichkeiten, die sich nach Absprache mit den zuständigen Stellen
umsetzen lassen:

Job Enrichment für anspruchsvollere Aufgaben

Sie übernehmen zusätzliche Aufgaben, die Ihren bisherigen Horizont erweitern. Sie vertiefen
Schritt für Schritt Ihre Expertise, indem Sie verantwortungsvollere Aufgaben wie Planung, Kontrolle
oder verwalterische Aufgaben übernehmen. Ihre neu gewonnenen Kenntnisse helfen Ihnen bei einem
späteren Jobwechsel. Sie qualifizieren sich dabei nicht nur innerhalb Ihrer Firma für neue
Stellen. Nutzen Sie die erworbenen Fähigkeiten und Ihre Erfahrung, um auch bei anderen Firmen zu
punkten.

Job Enlargement für mehr Aufgaben

Beim sogenannten Job Enlargement übernehmen Sie zusätzliche Aufgaben, die Ihrem bisherigen
Niveauentsprechen. Sie lernen womöglich keine grundlegenden neuen Fähigkeiten dazu, stellen sich aber dennoch neuen Herausforderungen in anderen Abteilungen. Dadurch erleichtern Sie sich den internenWechsel, sobald andere Stellen frei werden. Das Job Enlargement kann ein erster Schritt sein, um Ihre Belastbarkeit und Ihren Wissensdurst unter Beweis zu stellen.

Wann führt kein Weg mehr an der Kündigung vorbei?

Wenn Sie bei Vorgesetzten und Personalabteilung immer wieder auf taube Ohren stossen, sollten Sie
tatsächlich über eine Kündigung nachdenken. In der Schweiz besitzen Sie das Recht, jederzeit ein
Arbeitszeugnis von Ihrem Betrieb zu verlangen. Die Bitte um die schriftliche Stellungnahme zu Ihren
Arbeitsleistungen kann bereits zu einem Sinneswandel führen.

Sobald Sie eine andere Stelle gefunden haben, sollten Sie das finale Kündigungsgespräch nutzen, um Ihren Standpunkt erneut klarzumachen. Häufig ändert sich die Einstellung des Arbeitgebers abrupt, sobald er bemerkt, dass Sie es ernst meinen. Seien Sie sich jedoch darüber im Klaren, dass es dafür keine Garantie gibt. Darum sollten Sie mit der Kündigung unbedingt warten, bis Sie bereits einen neuen Arbeitsplatz gefunden haben oder zumindest ausreichend finanziell abgesichert sich.